Virile, Vamps und wilde Veilchen – Sexualität, Begehren und Erotik in den Zeitschriften homosexueller Frauen im Berlin der 1920er Jahre

Datum: 2. August 2020

Uhrzeit: 15:00 - 17:00 Uhr

2020August

durch den Salon führt Dr. Heike Schader – Historikerin, Künstlerin

Hier könnt ihr den Vortrag nachträglich auf YouTube ansehen!

In den ‚wilden‘ Zwanziger Jahren wurde Homosexualität als modisches Accessoire
gesellschaftsfähig. Viele Künstlerinnen standen in der Zeit der Schleier- und
Nackttänze, der erotischen Revuen, der Nachtclubs und Gesellschaften im Ruf
homosexueller Neigungen, ohne dass es ihrer künstlerischen Laufbahn schadete.
Heute gilt die ‚Neue Frau‘ längst als ein Kennzeichen der Weimarer Republik. Doch
auch in jüngeren Untersuchungen über die weiblichen Selbstentwürfe dieser Epoche
sind Sexualität, Begehren und Erotik nur bescheidene Randthemen.
Heike Schader hingegen lässt die homosexuellen Frauen selbst zur Sprache
kommen und untersucht erstmals die literarischen Beiträge in deren Zeitschriften:
Mehr als 70 Fortsetzungsromane, über 650 Kurzgeschichten und fast 1000 Gedichte
von über 500 Autorinnen zeugen von der neuen weiblichen Subkultur und ihrer
neuartigen Formulierung lesbischer Konzepte.
Welche Vorstellungen haben homosexuelle Frauen in der Weimarer Republik von
ihrer eigenen Sexualität? Wie leben und beschreiben sie ihr homosexuelles
Begehren?

Diese Veranstaltung wird von LAZ reloaded in Kooperation mit dem Elberskirchen
Hirschfeld Haus (E2H) – Queeres Kulturhaus organisiert.

Eintritt frei – Spenden willkommen



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ist unbedingt erforderlich – nathalie.kaiser@queereskulturhaus.de
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