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Herrschaft und Liebe aus feministischer Sicht

Welchen Einfluss hat es auf die Entwicklung unserer inneren Welt, wenn wir als Beherrschte leben, wenn unser Leben und unsere Autonomie von einer herrschenden Gruppe systematisch bedroht wird? Können die „Femininität“ von Frauen und die heterosexuelle „Liebe“ zu Männern als Überlebensmechanismen verstanden werden?

Die feministisch-lesbische Professorin und Psychologin Dee Graham befasst sich in ihrem Buch „Loving to survive“ (1994) mit der Psychologie von Geiseln und der Systematisierung des Stockholm-Syndroms – der Bindung eines Opfers an den Täter – und untersucht die Beziehung zwischen Männern und Frauen in einer patriarchalen, männerdominierten Gesellschaft auf das Vorliegen des Stockholm-Syndroms. Nach Graham ist das Stockholm-Syndrom nicht auf Individuen beschränkt, sondern kann unter bestimmten Bedingungen auf gesellschaftlicher Ebene auch zwischen zwei Gruppen entstehen.

Referentin: Anne Ehrlich (Diplom-Psychologin)

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