LAZ reloaded


Das Lesbische Aktionszentrum Westberlin (LAZ) ging aus der Frauengruppe hervor, die sich 1972 innerhalb der Homosexuellen Aktion Westberlin (HAW) gegründet hatte. Diese Frauengruppe gab sich 1975 den Namen LAZ als Zeichen der Zugehörigkeit zur feministischen Frauenbewegung. Aktionen und Forderungen des Lesbischen Aktionszentrums in den 70er Jahren waren Anschub dafür, dass heute weite Teile der Gesellschaft eine aufgeschlossene Haltung gegenüber Lesben und Frauen entwickeln konnten.

Radikal-lesbisch-feministisch

1975 trennten sich die Lesben der HAW (Homosexuelle Aktion Westberlin) organisatorisch von den schwulen HAW-Männern und gründeten das LAZ: das Lesbische Aktionszentrum. Hier erzählen drei Aktivistinnen der ersten Stunde, wie die gesellschaftliche Situation in Deutschland damals war, was das LAZ gemacht hat und wieso sie 2018 dazu eine Retrospektive im Schwulen Museum kuratiert haben. Mit: Christiane Härdel, Monne Kühn und Dr. Regina Krause. (Ein Film von Manuel Koch TV / Inside Wirtschaft.)



HAW seit 1972

Die Gründerinnen dieser ersten offensiven feministischen Lesbengruppe der 1970er Jahre in der BRD kamen teils aus der antiautoritären und antikapitalistischen linken Bewegung der 68er, in der die herrschenden heteronormativen und patriarchalen gesellschaftlichen Strukturen kaum thematisiert wurden. Anfänglich als HAW-Frauengruppe, später als LAZ waren sie von 1972 bis 1982 aktiv; danach löste sich die Gruppe auf. Die Frauen profitierten aber weiter in Projekten, Wohngemeinschaften, Männerberufen usw. von der Stärkung durch die radikal-lesbischen Gruppenprozesse und Erfahrungen.

 

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Ausstellung Radikal – Lesbisch – Feministisch - Ausstellung im Schwulen Museum 5.7. bis 5.11.2018

Eine Vielzahl bisher unveröffentlichter Originaldokumente, Bild-, Tonmaterial und nicht zuletzt kostbare Schätze aus privaten Platten- und Instrumentensammlungen illustrieren erstmals die kämpferischen Widerstandsformen, die fantasievollen Aktionen, die aus dem LAZ entstandenen Publikationen sowie die Fülle der Projekte, die zum Teil bis heute existieren und dokumentieren so die Lust am lesbischen Leben in all seinen Facetten. Auch die damaligen Visionen – das Feeling einer „Lesbian Nation“, das in den europäischen Lesben-Sommercamps, beim Feiern großer Feste mit den Flying Lesbians, in kreativen Projekten wie der Lesbenpresse, oder auch in Selbstverteidigungs- und Selbsthilfegruppen entstand. 

 

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LAZ reloaded xx

Das LAZ lebt. Und unter LAZ reloaded xx wird es künftig in das "Elberskirchen-Hirschfeld-Haus – Queeres Kulturhaus Berlin" (E2H) ziehen, voraussichtlich in die Rudi-Dutschke-Strasse ins vormalige taz-Haus. In ein Haus der Kultur und Forschung, der lesbischen, schwulen, feministischen und Trans*archive, ein munteres, der Öffentlichkeit leidenschaftlich zugewandtes Haus, das ein „Queerer Leuchtturm“ sein möge, ein Projekt als Statement, als souveräne Geste sehr im Geiste der Ahneneltern Johanna Elberskirchen und Magnus Hirschfeld. 

Das LAZ reloaded xx soll eine Kontaktbasis für radikale Lesben sein. Bis zum Einzug in das Queere Kulturhaus wird es an wechselnden Orten der Community Veranstaltungen mit Diskussionen, Filmen, Kulturevents und einem lesbisch-feministischen Generationendialog geben.

 

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